Sechs rheinland-pfälzische Weinbauregionen auf der BUGA

Pressemitteilung


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Sechs rheinland-pfälzische Weinbauregionen auf der BUGA
Koblenz 2011 vertreten - 200 Weinreben mit Staatssekretär Englert und der Deutschen Weinkönigin Sonja Christ gepflanzt

KOBLENZ (pm). Der Wein ist ein Thema, das Rheinland-Pfalz sowohl in touristischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht geprägt hat. Und auch ein Thema, das exakt dem Lebensgefühl der geselligen Rheinland-Pfälzer entspricht. Ein informativer Ausstellungsbeitrag auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011 zeigt unter anderem 200 Weinreben und deren geologisches Umfeld aus den sechs rheinland-pfälzischen Weinbauregionen. Die Koblenzer Winzer pflanzten diese Reben nun im Beisein der Deutschen Weinkönigin Sonja Christ, des rheinland-pfälzischen Wirtschafts-Staatssekretärs Prof. Dr. Siegfried Englert, des Koblenzer Oberbürgermeisters Dr. Eberhard Schulte-Wissermann und weiterer Partner.

„Mit einem Anteil von fast zwei Dritteln der deutschen Weinerzeugung, mit seinen sechs bestimmten Weinanbaugebieten und mit einem Anteil von etwa 90 Prozent am Export deutscher Weine ist die rheinland-pfälzische Weinwirtschaft deutschlandweit Spitze“, betonte Englert in seinem Grußwort, „deshalb wird sich Rheinland-Pfalz dem nationalen und internationalen Publikum auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011 im kommenden Jahr selbstbewusst als Deutschlands Weinland Nummer Eins vorstellen.“ Man wolle den BUGA-Besuchern Lust und Appetit auf weitere Besuche in Rheinland-Pfalz machen und sie anregen, beim Weinkauf auf die rheinland-pfälzische Herkunft zu achten. In diesem Zusammenhang verwies Englert auch auf die von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH entwickelte Tourismusstrategie 2015, zu deren Themen neben Weintourismus auch Wandern, Radwandern und die Ich-Zeit als Kampagne für den Gesundheitstourismus zählten.

Ulrike Kirchner, Leiterin der Abteilung Planung und Ausstellungskonzeption, beschrieb den BUGA-Ausstellungsbeitrag Wein in Form eines Spaziergangs, bei dem sich die verschiedenen Aspekte dieses Themas nach und nach erschließen. Den Anfang macht der Themenweinberg mit den sechs Rebsorten und den geologischen Formationen, der die Kulturlandschaften am Rhein und seinen Nebenflüssen symbolisiert. Nicht nur die je typischen Reben, auch die dazugehörigen Trockenmauern und Gesteinsformationen sind bei diesem Ausstellungsbeitrag zu sehen. Dabei transportieren Informationsstelen Wissenswertes über die Regionen und die Rebsorten. Im unmittelbaren Eingangsbereich hinter dem Feldtor vermitteln großformatige Fotografien vom Weinbaureferat des Wirtschaftsministeriums einen Eindruck der hiesigen Weinkulturlandschaften und zeigen Beispiele regionaler Weinarchitektur. In der Festung sind im Durchgang zum Hauptgraben dezente Klanginstallationen mit Geräuschen rund ums das Thema Wein angedacht. Der Spaziergang durch die rheinland-pfälzischen Weinlandschaften mündet schließlich in die Vinothek des BUGA-Landesbüros in der Langen Linie, wo ein ausgesuchtes Sortiment heimischer Weine präsentiert wird und wo die Anbaugebiete mit Aktions- und Themenwochen aufwarten.

„So wie in einem Workshop mit Vertretern der verschiedensten Projektbeteiligten das Konzept für diesen Ausstellungsbeitrag entwickelt worden ist, ist auch dessen Umsetzung eine Gemeinschaftsarbeit vieler engagierter Partner“, erklärte Kirchner. So stellte die Landwirtschaftskammer die 200 Reben zur Verfügung, welche nun von den Koblenzer Winzern gepflanzt werden. Zwischen den Rebreihen werden Weinbergspfirsich und andere für diese Flächen typischen Pflanzen platziert. Bereits Anfang März hatten Berufsschüler der Julius-Wegler-Schule aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau ehrenamtlich in ihrer Freizeit die Weinbergsmauern errichtet. Das Material für diese Mauern sowie die Bodenprofile, welche die verschiedenen Gesteinsformationen der jeweiligen Rebsorten zeigen, stammen vom Landesamt für Geologie und Bergbau. So werden dem Mosel-Riesling kalkhaltiger Schiefer, dem Mittelrhein-Riesling blauer Schiefer, dem Spätburgunder von der Ahr Grauwacke, dem Nahe-Weißburgunder gelber Sandstein, dem Sylvaner aus Rheinhessen weißer Kalkstein sowie dem Dornfelder aus der Pfalz roter bzw. bunter Sandstein zugeordnet. Für den Ausstellungsbeitrag Wein engagieren sich auch der Weinbauverband Mittelrhein, der Weinbauverband Mosel-Saar-Ruwer, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau sowie die Generaldirektion Kulturelles Erbe beziehungsweise das Landesmuseum Koblenz.

„Wir Koblenzer Winzer sind stolz, die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz begleiten und uns aktiv daran beteiligen zu können“, erklärte Karsten Lunnebach, der Vorsitzende der Koblenzer Winzer. Er freue sich darüber, dass das Alleinstellungsmerkmal, dass sich mit Mosel und Mittelrhein zwei Weinanbaugebiete in unserer Stadt befinden, nun nicht mehr nur von der Koblenz-Touristik, sondern auch von der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH aufgegriffen und beworben werde.

 
 
 

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